Serie: Wohlfühlen im Winter

von Astrid Eder

Der TCM Buchklassiker „Der Gelbe Kaiser“ beschreibt in zwei Sätzen ganz einprägend, wie wir durch den Winter gehen sollen, damit Körper, Geist und Seele im Einklang bleiben.

 

Viel Ruhe sollen wir uns nämlich gönnen, weniger tun, früh schlafen gehen und so unsere Energien bewahren und uns Zeit fürs Regenerieren nehmen. Nun hilft uns in diesem Winter das Wort, das mit C beginnt, in vielerlei Hinsicht, uns an diese Empfehlungen zu halten. Dank Lockdown sind wir angehalten, uns nach Hause zurückzuziehen. Mit weniger Aktivität im Außen wird unsere Yang-Energie deutlich weniger beansprucht, als das in anderen Wintern vielleicht der Fall ist.



Zeit also zum Nach-innen-Lauschen, vor allem auch dann, wenn das, was uns von außen entgegentönt, uns Antriebskraft und Lebenswillen nehmen mag. Das Sinnesorgan, das in der Traditionellen Chinesischen Medizin dem Winter zugeordnet wird, ist das Ohr. Wenn wir uns Stille-Phasen gönnen, ist das nicht nur Gelegenheit zu horchen, sondern auch Gelegenheit, Kraft zu sammeln, um Veränderungen anzustoßen.

Die Gewebsstrukturen dieser Jahreszeit sind unter anderem die Knochen und das Gehirn, die Organe sind Niere und Blase (Wasser Element).  Um den unteren Rücken, die Hüfte, Füße und Knöchel sollten wir uns in dieser Jahreszeit besonders gut kümmern. Wer kennt das nicht? Kalte Füße im Winter. Ein wärmendes Kompott, ein Ingwertee oder schwarzes Sesamöl wirken der Kälte entgegen.  Weitere empfehlenswerte Lebensmittel sind Bohnen (nierenförmig) und Walnüsse (hirnförmig).

In der TCM hat die Niere die Hauptfunktion, unsere Essenz zu speichern. Leben wir im Winter entgegen unserem natürlichen Rhythmus, so nimmt diese Essenz kontinuierlich ab. Dies äußert sich zum Beispiel in Form von Schmerzen im unteren Rücken oder in den Knien, Müdigkeit, Kältegefühl oder in einer Winterdepression.

Die Nierenessenz, auch Ursprungs-Qi genannt, kann nicht wieder aufgefüllt werden, wir können sie nur bewahren. Zum Beispiel in dem wir genügend Pausen einplanen, uns entsprechend der Jahreszeiten ausgewogen ernähren, und vor allem indem wir im Winter ein harmonisches Maß an „nach außen gehen und sich zurückziehen“ leben, ausreichend schlafen und uns an sanfter Bewegung erfreuen.


Im nächsten Teil dieser Serie stellen wir einige Yogaübungen für den Winter vor. Wenn du nicht darauf warten mag, kannst du auch jetzt schon regelmäßig mit Astrid Eder üben.
Das ganze Winter-Yoga Programm findest du auf www.pinkzebrayoga.com

 

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