Scharfe Sache: Kren

Österlicher Gesundheits-Booster als Virenschutz

Vor allem heuer darf der Kren im Osterkörbchen nicht fehlen, denn die scharfe Wurzel ist offiziell als Heilpflanze anerkannt und wirkt gegen Viren.

 

Kren gehört in Österreich zur traditionellen Osterjause – egal ob frisch gerieben zum Osterschinken, mit Apfelmus gemischt zum Rindfleisch oder als Eierkren. Für seine Schärfe sind übrigens die Senföle in der Wurzel verantwortlich, die ihre Kräfte vor allem in Lunge und Nieren entfalten.

Wirksam gegen Viren

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Senföle im Kren die Vermehrung von Influenza- und Rhinoviren hemmen können. Senföle wirken also gegen virale Infektionen der Atemwege. Ob der Kren auch gegen das Corona-Virus wirkt, ist aufgrund der Neuheit der Krankheit noch nicht untersucht, jedoch hinsichtlich des bisherigen Kenntnisstands durchaus möglich. Zur Gesundheit trägt die scharfe Wurzel allerdings auf vielfache Weise bei. Denn Kren ist hilfreich bei Bronchitis, Husten sowie Entzündung von Nebenhöhlen- und Mandeln. Sogar bei Harnwegsinfekten kann die Wurzel unterstützen.

Auferstehung zu Ostern: Kren als natürliches Viagra

Wenn es um Kren geht, bekommt die Auferstehung plötzlich eine ganz andere Bedeutung. In der Steiermark wird die scharfe Wurzel liebevoll als „steirisches Viagra“ bezeichnet. Dieser Ruf kommt nicht von ungefähr: Immerhin fördert Kren die Durchblutung. Ihn mit pharmazeutischem Viagra gleichzusetzen, wäre jedoch übertrieben.

Mehr über Kren von Kräuter-Expertin Eunike Grahofer

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Krenland Steiermark

Dass es gerade in der Steiermark viele Sprüche rund um den Kren gibt, hat seinen Grund. Denn etwa 99 Prozent der gesamten österreichischen Kren-Ernte kommen aus dem südlichen Bundesland. Dort heißt es: „Der Kren will täglich seinen Herrn sehen“, denn Kren ist ein sehr arbeitsintensives Gemüse. Eigene Maschinen für den Anbau gibt es kaum, da er in Österreich von vergleichsweise geringer Bedeutung ist. Die Bäuerinnen und Bauern müssen also selbst Maschinen entwickeln und vieles von Hand machen. Dazu gehört auch das „Kren heben“. Dabei wird der Kren nach zwei Monaten im Feld per Hand aus der Erde gehoben und von den überflüssigen Seitenwurzeln befreit. Auf jede Wurzel kommen so insgesamt rund 15 Handgriffe, allein bei der Ernte fallen zwischen 700 bis 1.200 Arbeitsstunden pro Hektar an!

Quelle: PI Land schafft Leben
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