2022: Blick in die Sterne

von Mag. Martina Groer

2022 – das Jahr der Erkenntnis, der Entwicklung und des persönlichen Glücks

Was liegt hinter uns, was haben wir erlebt und vor allem – was haben wir daraus gelernt? Das werden 2022 die zentralen Fragen sein. Der Wertewandel auf allen Ebenen ist weiterhin in vollem Gange und wird uns die Richtung in die Neue Welt weisen. Oberflächliche und künstliche Werte werden abgelöst und zeigen uns, wie wichtig uns das echte zwischenmenschliche Miteinander geworden ist.

Bereits 2021 wurden die Weichen für weitreichende Veränderungen gestellt. Genau am 24.12.2021 kommt dies durch das dritte Saturn-Uranus-Quadrat in 2021 nochmals zum Tragen und leitet somit den rasch voranschreitenden Veränderungsprozess ein. Unser persönlicher, aber auch der globale Wertewandel, sind nun sichtbarer denn je, wenn dieser auch schon in den letzten Jahrzehnten im Verborgenen im Gange war. Nichts bleibt mehr ungesehen in dieser Zeit, langsam kommt alles an die Oberfläche, was nicht auf ehrlichem und gutem Boden gedeihen kann.

Am 2. Jänner 2022 starten wir gleich mit einem Neumond in Steinbock, bei dem wir sofort bemerken, dass sich im neuen Jahr im Vergleich zu 2021 etwas verändert hat. Ist es im Außen oder einfach durch unsere innere Haltung, es fühlt sich an, als ob wir im Vorjahr durch ein Tor der Erkenntnis gegangen wären und nun die alten Strukturen und Formen ein Stück weit abgeworfen haben, um das Neue zu integrieren.

Mitte Jänner (14.1.) wird gleich Merkur rückläufig (bis 4.2.), der sich am 29. Jänner in einer Konjunktion mit Pluto verbindet. Alles Verborgene und Ungesagte, Verdrängte und Geheime darf nun direkt und wahrheitsgetreu, ja, fast kompromisslos ausgesprochen werden. Besonders die Zeit um den 10. Februar wir hierfür ideal sein. Wahrhaftigkeit in der Kommunikation ermöglicht echten Austausch. Nichts bleibt mehr im Verborgenen oder kann geheim gehalten werden.

Etwa zeitgleich mit dem von 11.12.2021 bis 5.1.2022 wirkenden Saturn-Uranus-Quadrat, bei dem es um die letzte große Zerreißprobe zwischen dem Alten und dem Neuen geht, befindet sich Venus rückläufig (24.12.2021-20.1.2022). In Verbindung mit Uranus in Stier zeigt sie uns zusätzlich auf, dass es mehr denn je an der Zeit ist, alles abzustreifen, was für uns nicht mehr notwendig oder wichtig ist und schon längst der Vergangenheit angehört.

Alles, was uns bereits seit Längerem inspiriert und uns den Blick in die Zukunft weist, alles, was unsere Visionen und Wünsche in die Wirklichkeit bringen kann, wird uns Freude bereiten. Die Verinnerlichungsphase bis 28./29. Jänner zum Kraft schöpfen und Anlauf nehmen, zeigt uns, dass wir längst in den Startlöchern stehen. Die Zukunft ist nicht mehr aufzuhalten. Diese Aufbruchstimmung lässt sich am besten bis Mitte August nützen, da Uranus ab 14. August bis 2023 wieder rückläufig wird. Die erste Jahreshälfte führt uns somit rasant ins Neue!

Jupiter-Jahr 2022

Das astrologische Neujahr beginnt am 20. März um 16:34 MEZ, wenn die Sonne wieder in das Tierkreiszeichen Widder eintritt. Es wird das Jahr des Jupiter, denn er ist bis März 2023 der Jahresregent. Es ist ein Jahr der Erkenntnis, der Entwicklung und des persönlichen Glücks. Jupiter steht für Expansion, den Blick über den Tellerrand und für das Austreten aus der persönlichen Komfortzone. Die Atmosphäre des Jupiter-Jahres wird einfacher als in den Jahren davor.

Saturn, Pluto und Uranus setzen jedoch immer noch Grenzen, um das richtige Maß nicht zu überschreiten, da Jupiter auch oft zum Übertreiben neigt. Dadurch lernen wir, mit unseren Energien gut hauszuhalten und den Bogen (des Schützen) nicht zu überspannen. Ebenso kann Ungeduld gezügelt werden, denn wir benötigen für unsere Erneuerungen einen längeren Atem. Gut Ding braucht Weile, wie wir wissen.

Was den fortschreitenden Wertewandel betrifft, so bemerken wir natürlich auch, dass Werte auf unterschiedlichen Ebenen wirken können. Während auf ideeller Ebene die Fragen auftauchen »Was ist mir wichtig?«, »Wer und was gehört wirklich zu mir?«, bedeutet das auf physisch-materieller Ebene einen Wandel in allen Bereichen des Geldes und der Finanzen. Das kann sich in Form von einer weiteren Umsetzung der Digitalisierung sowie in der Veränderung des globalen Geld- und Währungssystems zeigen.

Wichtig ist es, hier auf eine weitere Spaltung in »gut« und »schlecht« zu verzichten und die Potentiale in diesem Veränderungsprozess zu sehen. Es geht um die Frage nach Kontrolle und Vorteil. Wovon lasse ich mich kontrollieren, und wie kann ich meinen persönlichen Vorteil aus den neuen Gegebenheiten ziehen? Wenn Geld in der herkömmlichen Form seinen Wert verliert, wie etwa Bargeld und das konservative Konsumverhalten, was gewinnt dann an Mehrwert? Ja, das Zwischenmenschliche, der bilaterale Bereich von Leistung gegen Leistung, die Vernetzung untereinander und unsere individuellen Talente. Ein stärkeres Miteinander und die Wertschätzung dessen, was jeder Einzelne beizutragen vermag, lassen uns besser wahrnehmen, was im Leben wirklich zählt.

Erst im Jahr 2026 werden wir sehen, was daraus geworden ist. Dann können wir erkennen, wie uns dieser Umbau eines gesamten Systems in einer neuen Welt besser wohlfühlen lässt. Nicht alles, was unangenehm erscheint, muss am Schluss dann auch so sein, nur weil wir uns das Neue noch nicht so recht vorstellen können. Geben wir der Entwicklung in eine höhere Ebene Zeit und Raum, denn nur greifbare Werte haben Bestand. Alles Oberflächliche und Künstliche ist dem Untergang geweiht. Dieser nächste große Schub im Transformationsprozess beginnt bereits im Dezember 2021, wenn Venus rückläufig wird und mit Pluto eine Konjunktion eingeht. Einer der großen Höhepunkte des Jahres 2022 zeigt sich zwischen 30. Juli und 1. August (Mars-Uranus-Mondknoten-Konjunktion im weiten Quadrat zu Saturn).

 

In solchen Zeiten des Umbruchs ist es wichtig, uns auf unsere eigene innere Fülle zu besinnen. Das Jupiterjahr lässt uns ein neues Fülle-Bewusstsein entwickeln, unsere eigenen Visionen umsetzen und aus uns selbst schöpfen. Die „Magic Moments“ des Jahres werden dann wahrnehmbar sein, wenn wir begreifen, dass wir soviel mehr sind, als uns von Geburt an in dieser Welt gesagt wurde. Mitte April beginnt ein neuer Zyklus zweier besonderer Planeten: Jupiter und Neptun. Jahresregent Jupiter steht in Konjunktion mit Neptun in Fische und leitet somit eine neue Ära ein. Themen wie geistige Expansion, Suche nach der eigenen inneren Wahrheit und dem Urvertrauen sowie neue Sichtweisen auf das Leben und ein Überschreiten der eigenen Grenzen werden sichtbar. Wir erkennen unsere unbewussten Sehnsüchte, erhalten Zugang zu einer neuen Wahrnehmungsfähigkeit und gehen den Weg hinaus aus unseren Ent-Täuschungen, also weg von der Täuschung.

Spiritualität und Mystik treten in den Vordergrund, und wir nehmen vermehrt wahr, dass alles mit allem verbunden ist und der Begriff des All-eins-Seins eine neue Bedeutung bekommt. Die Suche nach dem Leben in unserem persönlichen Paradies sowie unser Glück in der Hingabe an das, was unserer wahren Natur entspricht, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Zeitspanne zwischen April bis hinein in den Mai kann jedenfalls als schicksalhafte Zeit wahrgenommen werden.

Im Herbst wird insbesondere der Zeitraum zwischen 4. September und 3. November (Höhepunkt um den 4. Oktober) als wichtig spürbar sein. Saturn (rückläufig) im Quadrat zu Uranus (rückläufig) erinnert uns noch einmal an die Zeitqualität 2021, als wir dreimal diese Konstellation wahrnehmen konnten. Diese Periode mahnt uns nochmals, dass es längst an der Zeit geworden ist, Vergangenes völlig abzustreifen. Wer bis dahin noch alte Themen offen hat, darf sich noch ein letztes Mal einer Zerreißprobe unterziehen, um endlich in der neuen Welt anzukommen.

Freuen wir uns also auf ein Jahr des Fortschritts, des Weiterkommens und des persönlichen Glücks, damit jeder von uns dazu beitragen kann, dass diese Welt eine bessere wird.


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