10 Tipps für Selbstversorger

Trend zur Unabhängigkeit

Im Laufe unseres Lebens häufen wir immer mehr an. Viele von uns haben die aktuelle Situation genutzt, um auszumisten oder aber um neue Fertigkeiten zu erlernen. Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft, präsentiert zehn Ideen, wie man Schritt für Schritt zum Selbstversorger wird und dabei Geld spart.

Unabhängigkeit ist ein schönes Gefühl. Das wird vielen spätestens mit der ersten eigenen Wohnung oder dem eigenen Auto bewusst. Es gibt aber noch viele weitere Wege, sich selbst zu versorgen und damit unabhängiger zu werden. Mit einem guten Plan und ein paar simplen Tricks kann man viele Dinge im Haushalt selbst machen und spart dabei nicht nur Zeit, sondern auch Geld. „Unterschiedliche Produkte selbst herzustellen und dabei auf teure Artikel oder Chemikalien zu verzichten, geht oft ganz einfach. Zum Beispiel beim Dünger. Wer sich mit eigenem Gemüse und Kräutern versorgen kann, der weiß, was auf den Teller kommt. Und natürlich ist es ein gutes Gefühl, bei der Arbeit im Haus und Garten nicht immer auf Hilfe anderer angewiesen zu sein“, erklärt Lukas Hader.

Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft | Foto: Werner Dedl

Hier die besten zehn Tipps:

1. Immer frisches Gemüse
Frisches Obst und Gemüse selbst anzubauen ist keine Hexerei. Egal ob im Garten, auf der Terrasse, auf dem Balkon oder dem Fensterbrett. Pflücksalate, Rucola, Radieschen, Spinat, Kräuter und Chilis wachsen auch in kleinen Kisten oder Töpfen vor dem Fenster. Die Ausrichtung zur Sonne ist für den Ernteerfolg entscheidend. Eine Fensterbank Richtung Norden eignet sich besser für Salate, die Südseite ist ideal für mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Salbei. „Für die Pflanzung in Töpfen oder Kisten eignet sich die Multikraft Schwarzerde sehr gut. Als unterste Schicht etwas Kies als Drainage hinzufügen und bei mediterranen Kräutern kann man zusätzlich Sand untermischen, das lockert die Erde auf,“ so Hader.

2. Lang lebe das Einmachglas
Wer reichlich Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten erntet, dieses aber gerade nicht braucht oder zu einem späteren Zeitpunkt essen möchte, der kann es einfach einkochen, einlegen, trocknen, fermentieren oder auf eine andere Art haltbar machen und später in Einmach-Gläser abfüllen. Die wertvollen Inhaltsstoffe gehen beim Einfrieren nicht verloren.

3. Jeden Tag ein Smoothie
Bestimmte Kräuter haben einen positiven Einfluss auf unseren Organismus und können auch eine entgiftende Wirkung haben. Zum Beispiel Oregano, Basilikum oder Pfefferminze. Mit dem richtigen Rezept und den eigenen Zutaten aus dem Garten oder vom Balkon lassen sich gesunde Smoothies zubereiten, die gut für Körper, Haut und Psyche sind.

4. Brot selber backen
Brotbacken liegt absolut im Trend. Immer mehr Leute kaufen sich einen Ansatz oder setzen selbst einen Sauerteig an. Im Internet gibt es die unterschiedlichsten Anleitungen, wie man sein eigenes Brot bäckt. Von simplen Rezepten bis hin zu ausführlichen Brotbackkursen.

Bokashi-Eimer für wertvollen Kompost@home | Foto: Multikraft

5. Mehr als nur Mist
Es gibt unterschiedliche Wege zu Hause Kompost herzustellen. Am besten eignen sich dafür die eigenen Bioabfälle. Damit lassen sich Obst und Gemüse auf natürliche Weise und sehr kostengünstig stärken, etwa mit selbstgemachtem Bokashi. „Im Bokashi Haushaltseimer wird Bioabfall gesammelt und mit Effektiven Mikroorganismen fermentiert. Nach zwei Wochen bildet sich unter Luftabschluss wertvoller Dünger“, erklärt Hader.

6. Upcycling – Produkte wiederverwerten
Wir produzieren weltweit sehr viel Müll und oft werden Dinge weggeworfen, die man noch ohne Weiteres verwenden kann. Kaffeesatz kann beispielsweise als Dünger verwendet werden, alte Dosen oder Vorratsgläser können in Form von Töpfen für Blumen oder Kräuter ein neues Leben finden, aus alten Geschirrtüchern oder alter Bettwäsche lassen sich wunderbare Wachstücher machen.

7. Bienen halten
Der berühmte Physiker Albert Einstein hat einmal gesagt, dass das Überleben der Menschen unmittelbar mit dem der Bienen zusammenhängt. Warum also nicht etwas für die Menschheit tun und selbst Bienen halten? Immer mehr Menschen werden zum Hobby-Imker. Seinen Gästen den eigenen Honig anzubieten hinterlässt mächtig Eindruck.

Selbstversorger-Balkon | Foto: Alexander/AdobeStock

8. Wald und Wiese
Man muss kein Druide sein, um sich im Wald zurechtzufinden und essbare Blumen, Kräuter, Früchte oder Pilze zu finden. Natürlich ist es wichtig zu wissen, was essbar ist und was nicht. Es gibt unzählige Ratgeber und mit der Zeit kommt natürlich auch die Erfahrung dazu. Die Bewegung an der frischen Luft tut darüber hinaus auch gut.

9. Selbst ist der Mensch
Es ist ein schönes Gefühl, im eigenen Haushalt Dinge reparieren zu können und dabei nicht auf einen Handwerker angewiesen zu sein. Dabei sprechen wir von kleinen Arbeiten, für die es nur ein wenig Geduld und Übung braucht. Zum Beispiel das Ausbessern von Löchern in der Wand, das Herstellen kleiner Boxen und Schachteln, das Bauen von Blumenkisten oder das Flicken von Löchern.

10. Sprossen ziehen
Sprossen sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Sie lassen sich zu Hause ganz einfach selbst ziehen und man braucht dafür kaum Platz. Mit wenigen Handgriffen kann man so sein eigenes Superfood züchten, zum Beispiel aus Kressesamen, aber auch aus Radieschen- oder Rucolasamen und vielen mehr.

→ Ausführliches über Fermentieren und Microgreens gibt’s in der CHI.Printausgabe ab September zu lesen!

Quelle: PI Multikraft
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