Sesam: Kleiner Samen – große Wirkung

mit Rezept für Sesampaste zum Selbermachen

Die Sesampflanze gehört zu den ältesten Ölpflanzen der Geschichte, schon im alten Mesopotamien zeugen Funde davon, dass sie hier sehr geschätzt wurde. Heute gedeiht die wärmeliebende Pflanze vor allem in tropischen und subtropischen Gefilden.

Die Farbe von Sesamsamen kann Schwarz bis Hellgelb sein, wobei die Urform, schwarzer Sesam, besonders reich an Inhaltsstoffen ist, sodass er sogar im medizinischen Bereich Einsatz findet.

Das Fett der Samen besteht zu rund 75 % aus ungesättigten Fettsäuren. Vor allem die enthaltene Linolensäure und Lecithin machen Sesamöl so erfolgreich. In Sesam sind alle essentiellen Aminosäuren vertreten, außerdem enthalten die Samen Calcium und Magnesium in optimalem Verhältnis, um vom Körper sehr gut aufgenommen zu werden. 100 g Sesam enthalten fast 800 mg Calcium, wohingegen Milch in vergleichbarer Menge gerade mal 120 mg Calcium liefert!

Im Zusammenhang mit Arthrose und Bluthochdruck stellen verschiedene Studien den kleinen Powersamen ebenfalls ein großartiges Zeugnis aus. Die antioxidative und zellverjüngende Wirkung scheint nicht nur auf Herz-Kreislauf- und Gelenkserkrankungen eine positive Wirkung zu haben. Neben Vitamin E enthält Sesam eine ganze Reihe der wichtigen B-Vitamine sowie Vitamin A.

Sesamsamen sind extrem quellfähige Ballaststoffe und helfen dem Darm mit ihrer hohen Fähigkeit, Stoffe zu binden. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin findet Sesam seinen Platz zur Stärkung der Mitte (Verdauungssystem).

Ganz einfach lässt sich dieses Superfood in die alltägliche Ernährung einbauen: Über Müsli, Suppen, Eintopf oder Wok streuen, als Sesampaste Tahin (oft auch Tahini, Tahina) zum Dippen oder Eindicken von Saucen verwenden oder als Gomasio (Sesamsalz) zum Würzen verwenden.

Sowohl Paste als auch Salzmischung gibt es fertig in Bio- und Reformläden, beiedes lässt sich aber auch gut selbst zubereiten! Sesam sollte also in ihrer täglichen Küche nicht fehlen, denn wie schon Hippokrates sagt: Unsere Nahrungmittel sollen unser Heilmittel sein, unsere Heilmittel sollen unsere Nahrungsmittel sein.

Sesampaste (Tahini) – Foto: chandlervid85/AdobeStock

Sesampaste (Tahini) selber machen

Zutaten:

  • 300 g Sesamkörner (geschält oder ungeschält)
  • 70 ml Sesamöl (oder ein anderes hochwertiges Pflanzenöl)

So geht’s:

  • Sesamsamen bei milder Hitze unter ständigem Rühren ohne Fett goldbraun anrösten
  • abkühlen lassen und zusammen mit dem Öl in einem geeigneten Behälter so lange pürieren (Pürierstab oder Mixer), bis die Paste eine cremige Konsistenz erreicht.
  • Danach in ein passendes sterilisiertes Glas füllen, abschließen für gute Haltbarkeit etwas Öl obenauf gießen. Fertig!
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