Samhain – Ende & Anfang

von Evi Schwarz

In unseren Breitengraden kennzeichnet das keltische Samhain das Ende des alten Jahres und den vorbereitenden Beginn des neuen Jahres. Vom elften Neumond (25.10.) bis zu Yule am 21. Dezember befinden wir uns in einer Zeit zwischen den Zeiten.

 

In dieser Zeit weben wir unser inneres Gefäß lichtvoll und rein: Wir geben ab, was überlebt ist, und bereiten unsere inneren Stuben vor, damit alles, was wohlwollend kommen mag, einen guten Nährboden in uns finden kann. Dann kann zu Yule, der Same der Absicht für das neue Jahr lichtvoll in uns geboren werden.

So können wir diese Zeit damit beginnen, dass wir unserer Dunkelheit ins Gesicht sehen und die Kräfte der Transformation und Regeneration in uns würdigen und ihnen auch erlauben, zu wirken. Dazu gehören das Ehren und Öffnen für die Kräfte, Weisheiten und Führung unserer Vorfahren. Gerade in der Jetzt-Zeit, die sich für viele eng, herausfordernd oder sorgenvoll anfühlt, kann es gut tun, uns für diese Führung zu öffnen.

Es ist eine Zeit, die letztendlich eine große Chance darstellt, überlebte Systeme abzugeben und in ein neues Miteinander zu gehen – vertrauensvoll offen für Transformation und natürliche Regeneration zu sein. Eine Zeit, in der wir die Kraft dieser Jahreskreisenergie und besonders auch die Weisheit und Geschenke unserer Ahninnen und Ahnen nicht außer acht lassen sollten. Denn egal, wo du gerade stehst, gibt es in deiner langen Ahnenreihe jemanden, der schon eine ähnliche Situation durchlebt und sie zum Positiven gewendet hat. Sie möchten dir ihr unendliches Reservoir an Weisheit, Erfahrung und Wissen zur Verfügung stellen.

Das Reich der Ahnen ist eine unendliche Quelle der liebevollen Unterstützung für uns. Lade sie ein, damit sie dir dabei helfen, dich lichtvoll für eine neue Zeit auszurichten, in der du so richtig gerne auf Erden lebst. Lade sie ein in der Samhain-Zeit, in der die Schleier sehr dünn sind und wir sie besser fühlen und hören können. Sie werden kommen und Dich unterstützen!

Samhain, Halloween und Allerheiligen

Irische Einwanderer haben ihre alte Tradition in die Staaten gebracht, wo aus All Hallow’s Eve mit der Zeit Halloween, die „Geisternacht” wurde. Auch in Mexiko begeht man von 31. Oktober bis 2. November Dìa de los Muertos – den Tag der Toten. Der Brauch, gruselig verkleidet durch die Nacht zu spazieren, entwickelte sich übrigens aus der Angst vor den Geistern. Um sich vor ihnen zu schützen, verkleidete man sich ebenfalls möglichst gruselig und stellte helle Lichter in Vorgärten und Fenster, die beliebten Kürbisse Jack O’Lantern, der übrigens ebenfalls dem Irischen entstammt, wo allerdings zu diesem Zweck Rüben verwendet wurden. Selbst das Christentum bezieht sich mit Allerheiligen/Allerseelen auf unsere Ahnen, die speziell am 1. und 2. November geehrt werden.

Das respektvolle Ehren unserer Ahnen ist ein wunderbarer Zeitpunkt, um innezuhalten, zu reflektieren und sich mit den Ahninnen und Ahnen zu verbinden, der in weiten Teilen unserer Welt zu Hause ist.

 

Rituale für Samhain

Momente der Stille, einsame Spaziergänge in der Natur oder eine Meditation können helfen, die Verbindung zur eigenen Ahnenreihe aufzubauen. Ein schöner Brauch ist auch der Aufbau eines Samhain-Altars mit Kerzen und Früchten aus der Natur zu Ehren der Geister, die in dieser Zeit so nah sind. Auch das Räuchern darf jetzt nicht fehlen. Reinigender Salbei, Holunder, Wacholder und Beifuß, aber auch Angelikawurzel, Weihrauch, Thuja und Wermut eignen sich gut für ein Räucher-Ritual und kann kraftvolle Begleitung in die Anderswelt sein.

Sehr schön sind auch gemeinsame Rituale, wie sie Urkraftweberin Evi Schwarz für diese mystische und inwendige Zeit anbietet, um die Kraft verstärkt zu nähren und ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen:

 

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