Duftpflanze 2023: Muskatellersalbei

von Ingrid Karner

Der aus den Blüten von Muskatellersalbei – Salvia sclarea (übersetzt: „königlicher Stab“) – gewonnene Duft unterstützt beim Loslassen, stimmt euphorisch und wirkt auf Frauenhaut aphrodisierend.

 

Nach dem Resilienzöl Latschenkiefer im Jahr 2022 steht 2023 ganz im Zeichen von Muskatellersalbei (auch Muskat-Salbei oder Römischer Salbei). Bereits seit dem Mittelalter wird er aufgrund seiner medizinischen Wirkung und fröhlich stimmenden Eigenschaften genutzt. Von Weinbauern wurde er zwischen Reben gepflanzt und zum Aromatisieren bzw. Veredeln von Weinen (vor allem Wermutweinen) verwendet. In Aromafachkreisen ist bekannt, dass Muskatellersalbeiöl die Wirkung von Alkohol verstärken kann. Die VAGA-Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche Aromapraktiker/-innen kürt seit 2013 jedes Jahr eine Duftpflanze.

Das ätherische Öl von Muskatellersalbei wirkt sehr stark entspannend und beruhigend, kann euphorische Gefühle auslösen und ist hilfreich bei kreativer Arbeit, weil es die Phantasie anregt. Somit ist es auch ein Geheimtipp für Paare, die ihre Beziehung wieder bunter gestalten möchten oder für Single-Frauen, die einen Partner kennenlernen möchten, der auch zu ihnen (zu ihrem Immunsystem) passt.

Muskatellersalbeiöl ist das Loslass-Öl schlechthin, etwa bei Schulbeginn, Trennungen, Trauerfällen, Jobwechsel und ähnlichem.

Eine Studie von Raafat et al. aus 2018 zeigt, dass Muskatellersalbei auch antidiabetisch wirkt.

 

Muskatellersalbei zählt aufgrund seiner leicht östrogenstimulierenden Wirkung zu den sogenannten Frauenölen und wird besonders gerne im Klimakterium – auch schweißhemmend -, bei unerfülltem Kinderwunsch, unregelmäßiger Menstruation und PMS (Anwendung: 1 Tropfen pur auf die Innenseite der Knöchel auftragen) eingesetzt.

Seine enthemmenden, euphorisierenden, kreativitätsfördernden, dabei aber zentrierenden Eigenschaften haben es zu einem der meist verwendeten Öle in der Aromatherapie werden lassen, wenngleich sein Duft anfangs für die meisten Menschen etwas gewöhnungsbedürftig ist. Aber auch hier gilt: Weniger ist mehr – sei es in Parfums, Massageölen oder Bädern. Der Duft wird gerne in Blüten- und/oder Zitrusöle „verpackt“, sodass er bewusst nur noch kaum wahrnehmbar ist.

Anwendungstipp „Euphorie“

1 Tropfen ätherisches Muskatellersalbeiöl auf der Innenseite der Knöchel auftragen
Tipp: bei Frauen wirkt diese Anwendung aphrodisierend

Mehr zu Frauenölen auch im Podcast „Duft im Gespräch“: Episode 14 Aromatherapie für Frauen

 

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