Kopfkino – du kannst nicht schlafen?

von Renate Neuhold

Deine Probleme, Ängste und unerledigten Aufgaben kreisen unaufhörlich durch deine Gedanken? Du wälzt dich im Bett hin und her und schaust ständig auf die Uhr?

 

Und wenn du dann endlich einschlafen kannst, läutet nach kürzester Zeit der Wecker und du bist gerädert, erschöpft und unausgeruht? Dein Start in den Tag ist mühsam, im Job bist du oft unkonzentriert und die Fehlerhäufigkeit steigt? Was unangenehme Folgen haben könnte… und schon grübelst und grübelst du, und das Sorgen-Karussell dreht sich.

Wie ein Helikopter umkreist man das Problem, ohne die Lösung zu sehen. Und zu allem Überfluss gesellen dann auch noch starke Emotionen wie Angst, Hilflosigkeit oder Ärger dazu. Dass das der Gesundheit schadet, liegt auf der Hand.

Unser Körper wird im Schlaf regeneriert und repariert. Wenn wir nicht ausreichend schlafen (können), leidet unser ganzes System. Und das ständige Grübeln kann – laut einiger neurologischer Studien – oft Vorläufer einer Depression sein.

Also nix wie raus aus dem Kopfkino – aber wie?

An erster Stelle steht: Denken ändern.

Wir sind so im Strudel von Gefühlen der Angst, Hilflosigkeit oder Ärger gefangen, dass wir gar nicht mehr darauf achten, welche Gedanken dahinterstecken und sie auslösen.

Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.
aus Afrika

 

In unserem Fall heißt das: Hol dich raus aus deiner Negativ-Spirale. Schau genau hin, wie du denkst. Stress entsteht oft in Gedanken, denn eine Situation an sich ist neutral. Erst wie du darüber denkst bzw. dann handelst, löst das Stresshormon Kortisol im Körper aus.

Verändern sich die Gedanken, verändern sich auch die Gefühle. Wenn du dranbleibst und regelmäßig übst, kannst du nach rund sechs bis acht Wochen eine positive Veränderung deines Verhaltens, deiner Gefühle bemerken.

Zweitens: Entspannung suchen

Wir leben in einer Welt der medialen Reizüberflutung. Davon bewusst längere Auszeiten zu nehmen, kann wunderbare Effekte auf deinen Schlaf haben, weil das Gehirn nachts nicht so viel verarbeiten muss.

Drittens: bewusstes Atmen

Wenn du bemerkst, dass dir alles zu viel ist,  mach Pause. Nur drei Minuten können schon helfen. Schließe einfach nur die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem.

Viertens: Sorgenkiste füllen

Schreib dir vor dem Schlafen gehen alle Aufgaben und Probleme von der Seele. Lege den Zettel in eine schöne Kiste, wo er sicher verwahrt ist. Am Morgen kannst du ihn dann wieder rausholen und dich mit den Themen ausgeruht und entspannt beschäftigen.

Und zu guter Letzt: Grinsekatze spielen

Unser Gehirn weiß nicht, ob du wirklich fröhlich bist, wenn du lächelst. Allein die Aktivierung der dafür notwendigen Muskulatur, löst die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin aus. Also: auf die Plätze – grinsen – Dopamiiiin!

 

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