Kärnten: Windenergie im Vormarsch

Auch in Kärnten ist die Bevölkerung mehrheitlich dafür

Eine neue Studie zeigt die hohe Zustimmung der Bevölkerung zur Windkraft. Bis 2024 werden nun auch die ersten Windparks in Kärnten errichtet.

 

Erst kürzlich belegte eine Studie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und der Wirtschaftsuniversität Wien, die große Zustimmung zur Windenergie. Gerade in Kärnten hat diese noch deutlich zugenommen und liegt nun mit 73 Prozent an zweiter Stelle gleich hinter dem Burgenland. Befragt wurde nach der Zustimmung zur Errichtung „einer Windkraftanlage etwas außerhalb des Ortes“. „Auch diese Umfrage zeigt wieder deutlich, dass besonders auch in Kärnten eine sehr große Mehrheit hinter der Windkraftnutzung steht“, freut sich Moidl.

 

Jugendliche noch deutlicher für die Windkraft

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutliche Unterschiede: Unter Jugendlichen ist die Zustimmung mit 80 Prozent am stärksten. „Jüngere Menschen sehen die Windkraftnutzung deutlich positiver als ältere“, erklärt Nina Hampl, Studienautorin der Universität Klagenfurt und WU Wien und ergänzt: „Das ist nicht verwunderlich, denn die Jugendlichen sind in einer Welt aufgewachsen, in der es für sie schon immer Windräder gegeben hat, während ältere Menschen die meiste Zeit ihres Lebens eine Welt ohne Windräder kennen.“

Windstrom für 12 Prozent aller Kärntner Haushalte

Bis 2024 sollen nun auch in Kärnten drei Windparks errichtet werden. Auf den Windkraft-Baustellen werden 275 Personen Arbeit finden und weitere 25 Personen dauerhaft für die Wartung und den Betrieb angestellt. 19 Windräder mit einer Leistung von 50 MW werden dann 110 Millionen kWh sauberen Strom erzeugen, so viel wie 12 Prozent der Kärntner Haushalte verbrauchen. Der erzeugte Windstrom wird soviel CO2 einsparen, wie 24.000 Autos, also so viel wie 7 Prozent aller PKWs in Kärnten, verbrauchen.

 

Energiewende muss ambitioniert weiterverfolgt werden

Kärnten ist bereits heute stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und die Prognosen der Wissenschaft für die Zukunft sind dramatisch. Um die von der Bundesregierung festgelegte Klimaneutralität bis 2040 erreichen zu können, muss der Energieverbrauch in den nächsten zwanzig Jahren drastisch gesenkt und die erneuerbare Stromerzeugung auch in Kärnten zumindest verdoppelt werden. „Dies wird zum Großteil durch Wind- und Sonnenenergie abgedeckt werden müssen“, so Moidl und ergänzt abschließend: „Kärnten hat gute Voraussetzungen für die Energiewende, doch müssen nun die richtigen Schritte folgen.“

Nicht vergessen: 22. bis 29. Juni – Klima-Volksbegehren unterschreiben!
Quelle: PI IG Windkraft
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