Jetzt genießen: Waldmeister

von Eunike Grahofer

Wer jetzt durch schattige Wälder zieht, kann es leicht finden – Herz- und Leberkraut Waldmeister (Galium odoratum). Wie immer: rechtzeitig für die traditionelle Maibowle!

Unsere Ahninnen wussten um die Kräfte von Waldmeister und verwendeten das Kraut für Tinkturen, Sirup, Tee und Likör. Waldmeister ist vor allem wegen seines Gehalts an Cumarin begehrt und soll herz- und leberstärkend, harn- und schweißtreibend, blutreinigend, verdauungs- und schlaffördernd wirken.

 

Schüttle den perlenden Wein über das Waldmeisterlein… (Mönch Wandalbertus 854)

Waldmeisterwein

Dazu braucht man:
  • 1l Weißwein
  • 1 Zitrone
  • 1/2 l Sekt
  • etwas Zucker oder Honig
  • 5 Waldmeisterpflanzen
  • 100 ml Wasser
So wird es gemacht:
Den Waldmeister vor der Blüte ernten und über Nacht trocknen lassen, sein Aroma entfaltet sich im welken Zustand. Danach den Wein in eine Schüssel gießen, Waldmeister und die geschnittene Zitrone hineingeben und 30 – 40 min ziehen lassen. Einstweilen das Wasser mit dem Zucker (oder Honig) erwärmen, bis der Zucker geschmolzen ist.
Den Waldmeister und die Zitrone aus dem Wein nehmen und dass Zuckerwasser (Honigwasser) in den Wein gießen, den Sekt hinzugeben. Prost!
Option: Statt Alkohol kann man auch Apfelsaft verwenden!

Schutzräucherung

Zum Räuchern trocknet man Waldmeisterkraut und Blüten, noch stärkeren Schutz erreicht man, wenn man auch Beifuß beimengt!

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