Immunsystem – unsere natürliche Intelligenz

VON WOLFGANG LUGMAYR

Das Immunsystem ist ein körpereigenes Abwehrsystem. Alle Lebewesen tragen es in sich. Es wird aktiv, wenn es in den Körper eingedrungene Mikroorganismen oder sonstige fremde Substanzen wahrnimmt. Außerdem kann das Immunsystem fehlerhafte körpereigene Zellen zerstören!

 

Das Immunsystem besteht aus

  •  mechanischen Barrieren, die das Eindringen von Schädlingen verhindern sollen, z.B. die Schleimhäute
  • natürlichen Killerzellen, sog. Lymphozyten, die in der Lage sind, Tumorzellen und virusinfizierte Zellen zu identifizieren und abzutöten
  • Botenstoffen („Proteine“) zur Abwehr von Krankheitserregen und
  • Botenstoffen („Interleukine“) des Nervensystems, die z.B. Stress anzeigen.

Zur Kommunikation mit dem Gehirn bedient es sich der Hormone (die ebenfalls als Botenstoffe dienen), zum Beispiel dem Stresshormon Cortisol.

Das Immunsystem ist unser eigenes, auf uns abgestimmtes Virenschutzprogramm, eine „App“, die immer über unseren aktuellen Gesundheitszustand informiert ist und sich mit den Anforderungen weiterentwickelt. Es ist ein Teil unserer natürlichen Intelligenz.

Vollkommen gesund sind wir, wenn unser Lebenssystem – und damit meine ich Körper, Geist und Seele als Verbund – in Balance ist, auf Basis eines Immunsystems, das frei agieren kann und in möglichst großer Verbundenheit mit der Natur, die uns umgibt.

Das Immunsystem kann kaum seiner Arbeit nachkommen

Doch gerade in der heutigen, sehr hektischen Zeit kann es seiner Arbeit oft nicht nachkommen.

Wenn wir uns schlecht fühlen, sind wir gewohnt, zu jemandem zu gehen, der uns „helfen kann“, der uns „heilt“. Für den feinstofflichen Bereich (Geist und Seele) gilt dies genauso wie für das Grobstoffliche (den Körper).

Breche ich mir ein Bein, ist ganz klar, dass ich so rasch wie möglich einen Arzt konsultiere. Ist mein Immunsystem aus dem Gleichgewicht, mit den damit verbundenen Symptomen wie Müdigkeit oder Fieber, wird es vielschichtiger. Es gilt nämlich auch Geist und Seele zu betrachten. Hier setzt eine unmittelbare Eigenverantwortung ein, nämlich mir mein Immunsystem bewusst zu machen und dann selbst erste Maßnahmen zu setzen, aus eigener Erfahrung heraus, denn ich sollte mein eigenes Lebenssystem am besten kennen.

Doch wir geben im Moment oft einfach viel an Verantwortung ab und damit geht die ganzheitliche Sichtweise auf Körper, Geist und Seele verloren.

Folgende Einflüsse gilt es mit einzubeziehen:

  • unser eigenes Verhalten
    • ungesunde Ernährung inkl. Übersäuerung des Körpers
    • ein unsteter Lebensstil
    • Alltags- & Freizeitstress
  • Umweltverschmutzung, Pestizide, Elektrosmog.

Einen Ausgleich stellen wir primär mit Impfungen oder Medikamenten her, etwa durch fiebersenkende Mittel. Wir lassen dabei aber oft die unterstützende Wirkung unseres Immunsystems außer Acht.

Was kann unterstützend wirken?

Eine mögliche Unterstützung basiert auf einem geänderten Mindset, auf einem Umdenken. Es beginnt damit, Vertrauen in die Arbeit des Immunsystems aufzubauen. Denn es weiß, was es tut. Wir können es bestenfalls in seiner Arbeit unterstützen.

Therapeut und Patient/-en (Einzelperson wie auch Gruppen) können sich dazu gemeinsam ganz bewusst in die weiter oben erwähnte Kommunikation zwischen Gehirn und Immunsystem einklinken.

Man lauscht, spürt, riecht, schmeckt – verbunden mit allen Sinnen. Dazu können die Werkzeuge aus der Meditation östlicher und westlicher Traditionen genutzt werden, ergänzt durch Methoden aus der Naturheilkunde. Damit kann die Balance des Lebenssystems zusätzlich unterstützt werden. Gemeinsam wird in diesem Prozess Selbstvertrauen und in Folge Selbstbestimmung aufgebaut, die Basis für all das, was danach kommt.

Wir blicken auch gemeinsam auf die Ursache hinter den Symptomen und erkunden, was unser Lebens-System aus dem Gleichgewicht gebracht hat, Dies geschieht am sogenannten „Nullpunkt“.

Es ist der Punkt von Nichtberührung mit allem und jedem, es ist unser Schöpfungsraum.

Hier beginnt Selbstheilung und einmal damit verbunden, kann das Immunsystem wieder frei agieren.

Ich möchte an dieser Stelle auch nicht unerwähnt lassen, dass ein bewusstes Leben im Einklang mit unserem Immunsystem eine Daueraufgabe ist, die in Selbstverantwortung jedes Einzelnen beginnt.

Ein praktisches Beispiel – der Kopfschmerz

Lass mich den gesamten, bisher beschriebenen Prozess anhand eines praktischen Beispiels erläutern, das uns allen wahrscheinlich bekannt vorkommt. Es geht um den Kopfschmerz.

Wenn ich diesen Schmerz spüre, besteht – ergänzend zum Arztbesuch – meine persönliche Aufgabe darin, mir diesen erst einmal aktiv bewusst zu machen, mit all meinen Sinnen: „Warum ist dieser Schmerz da?“. Dies geschieht am besten in freier Natur, ohne Beton unter meinen Füßen.

Ich atme dazu in den Schmerz hinein, schaue, welche Bilder vor meinem geistigen Auge erscheinen, welche Emotionen auftreten. Ich kann mir auch die Frage stellen: Nehme ich jetzt wirklich ein Schmerzpulver und mache weiter wie bisher … oder ändere ich zuerst einmal etwas anderes?“

Ich reflektiere in Folge meine Empfindungen. Habe ich möglicherweise das eine oder andere Glas Wein zu viel getrunken oder gehe ich einfach zu wenig an die frische Luft, in die freie Natur, in den Wald? Möglicherweise habe ich ja gerade deswegen diese Kopfschmerzen?

Wenn meine Intention danach noch immer ist: „Ich nehme eine Schmerztablette“, dann ist es gut. Doch man hat bis dahin einen ganz wichtigen Prozess der Selbstbestimmung und -verantwortung durchlebt und dieser ist in meinem Empfinden essentiell!

Eine Botschaft am Ende

Eine Botschaft möchte ich dir an dieser Stelle mitgeben:

Habe Vertrauen in dein Lebenssystem, in dein Immunsystem – deine natürliche Intelligenz.
Aktiviere all deine Sinne und nimm Verbindung mit der Natur auf.
Höre dabei auf deine innere Stimme. Diese Stimme – sie ist ein Teil von DIR – weiß sehr gut, was du brauchst.
Wenn du Unterstützung benötigst, dann wende dich an jene Menschen, die in deinem Empfinden hier das stimmigste Angebot für dich haben.

 

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