Im Schlaf Wasser sparen?

Mit einer neuen revolutionären Bettwäsche ist das ziemlich einfach!

Wasser gehört zu den kostbarsten Gütern unserer Erde – und es ist knapp. Mit dem jährlichen World Water Day will die UN-Water mit internationalen Aktionen auf das Problem aufmerksam machen und Unternehmen sowie Konsumenten zum Umdenken motivieren.

 

Mit Bettwäsche aus nachhaltigem Eukalyptus-Anbau zeigt das Startup hig & chic, dass auch ein Alltagsprodukt den Unterschied machen kann. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf plastikfreie Verpackungen und klimaneutralen Versand.

Die Textilindustrie gehört zu den Wirtschaftszweigen mit dem höchsten Wasserverbrauch
weltweit. Insbesondere konventionell produzierte Baumwolle ist äußerst bewässerungsintensiv, muss aber aufgrund der Schimmelgefahr in trockenen, ohnehin schon wasserarmen Gebieten angebaut werden. Zudem kommen bei der Textilveredelung große Mengen an Chemikalien zum Einsatz, die die Abwässer verschmutzen und nur schwer abbaubar sind.

Die beiden Gründer von hig & chic, Tom Gärtner und Matthias Kühr, haben sich auf die Suche nach neuen Lösungsansätzen gemacht und stießen dabei auf die Stoff-Innovation des 21. Jahrhunderts: Lyocell. Gemeinsam gründeten sie 2019 ihr Startup, das Bettwäsche aus nachhaltig angebauten Eukalyptusbäumen produziert. Was sich im ersten Moment ungewöhnlich anhört, ist eine echte Revolution auf dem Markt.

hig & chic-Gründer Tom Gärtner und Matthias Kühr

 

Jedes Set spart 4500L Wasser

Das Ausgangsmaterial für die Bett-Bezüge von hig & chic ist tatsächlich Zellstoff, der aus Eukalyptusholz gewonnen wird. Eukalyptus zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es ohne künstliche Bewässerung, Dünger oder Pestizide auskommt und trotzdem sehr ertragreich ist. Insgesamt braucht Lyocell, wie die Eukalyptusfaser offiziell genannt wird, rund 95 % weniger Wasser als Baumwolle. Pro Set lassen sich so ganze 4.500 Liter Wasser, also knapp 30 volle Badewannen, einsparen. Hinzu kommt, dass der Herstellungsprozess von Lyocell in einem bis zu 99,7 % geschlossenen Produktionskreislauf stattfindet, sodass keine gesundheits- oder umweltschädlichen Nebenprodukte anfallen.

„Wir wollten eine Alternative finden, die kompromisslos ist, sowohl in puncto Nachhaltigkeit, als auch in Bezug auf die Qualität. Für Konsumenten soll die bewusste Kaufentscheidung dabei so einfach wie möglich sein“, erklärt Tom Gärtner. Der große Vorteil der Lyocellfaser ist nämlich, dass sie die perfekten Eigenschaften bereits von Natur aus mitbringt: Sie ist besonders atmungsaktiv, thermoregulierend und antibakteriell, was sie zum perfekten Material für Bettwäsche macht.

 

Langlebig und biologisch abbaubar

Da auch die Entsorgung von Textilien zunehmend zum Umweltproblem wird, haben Gärtner und Kühr auch an die Details ihrer Bettwäsche gedacht. „Weil unsere Produkte keinen Abfall hinterlassen sollen, haben wir komplett auf Plastikknöpfe und Synthetik-Fäden verzichtet“, so Gärtner. Ihre Knöpfe lassen sie aus Corozo produzieren, dem Samen der Steinnusspalme. Aufgrund der Cellulose-Faser ist ihre Bettwäsche so zu 100 % biologisch abbaubar und verursacht kein Mikroplastik. Bis die Bettwäsche im Müll landet, dauert es aber glücklicherweise einige Zeit, denn Lyocell gilt als äußerst formbeständiger und langlebiger Stoff.

Weitere Infos:www.higandchic.com

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