Hurra! Die Himbeerzeit ist da!

von Uschi Ledvina

Himbeeren schmecken nicht nur köstlich – sie sind ein echtes heimisches Superfood! Jetzt kommt die wunderbare Zeit, sie in Hülle und Fülle zu genießen!

 

Je nach Sorte sind Himbeeren von Mai bis in den Herbst hinein reif. Die kleinen roten Powerfrüchte sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, enthalten mehr Eisen als Rote Rüben und auch gleich das nötige Vitamin C, das die Eisenaufnahme unterstützt. Außerdem Provitamin A, Vitamin B (B1, B2, B6), Kalzium, Kalium, Magnesium und Folsäure. Wegen ihres hohen Polyphenolgehalts wird ihnen auch krebshemmende Eigenschaft nachgesagt.

Kräuterhexen-Tee

Doch nicht nur die Früchte, auch die Blätter werden seit Jahrhunderten verwendet. Sie sind eine wunderbare Tee-Grundlage. Ich persönlich mische mir immer einen Kräuterhexen-Tee, den ich das ganze Jahr über – je nach Jahreszeit – warm oder kalt genieße.

Dazu brauche ich: je 3 Tassen Himbeer-, Erdbeer- und Brombeerblätter, 2 Tassen Fruchtsalbei (Ananas-, Mandarinen- oder Pfirsichsalbei), 2 Tassen Apfelminze, 1 Tasse Zitronenverbene, 2 Tassen Blüten von Ringelblumen, Kornblumen, Malven, Löwenzahn, Sonnenblume etc. (Schmuckdroge) und 1 Tasse Hagebutten.

Ich lasse die getrockneten Kräuter immer so grob, wie möglich, ziehe sie immer nur vom Stiel ab, mische alle durch und bewahre sie in großen Gläsern im Keller auf. Erst wenn ich den Tee zubereite, zerbrösle ich die Kräuter mit den Fingern. Dadurch brechen sie auf und die Aromastoffe können sich voll entfalten.

Zubereitung: 1 Teelöffel Teemischung mit ¼ l Wasser übergießen und ca. 3 bis 5 Minuten ziehen lassen.

Übrigens: Reine Heilkräutertees (z.B. Brennnessel, Kamille, Pfefferminze, Holunder etc.) sollte man nie länger als drei Wochen trinken, da sich der Körper sonst an das Kraut gewöhnt und im Falle einer Erkrankung keine Heilwirkung mehr eintritt.  Deshalb habe ich für meinen Kräuterhexen-Tee „unverfängliche“ Kräuter ausgewählt, die in ihrer Wirkungsweise nicht so stark sind. Dadurch kann ich einen Gewöhnungseffekt vermeiden.

Himbeerblättertee für Schwangere

Ganz besonders in der Schwangerschaft spielt Himbeerblättertee eine wichtige Rolle. Viele Hebammen empfehlen, ihn in den letzten sechs bis acht Wochen vor dem Entbindungstermin täglich zu trinken, um damit die Geburt zu erleichtern.

Auch nach der Entbindung ist es ratsam, den Genuss dieses Tees noch einige Wochen beizubehalten, da er zum einen die Rückbildung der Gebärmutter und zum anderen den Milchfluss fördert.

Aber nicht nur für Schwangere und Wöchnerinnen leistet reiner Himbeerblätter-Tee gute Dienste. Er kann auch bei verschiedenen Frauenleiden, Durchfall und Hautausschlägen helfen.

Foto: AdobeStock

Himbeeressig selbst gemacht

Es lohnt sich, auch Himbeeressig anzusetzen. Er ist eine wahre Delikatesse und verleiht jedem Salat das gewisse Etwas. Ich nehme davon auch jeden Tag auf nüchternen Magen 1 Esslöffel voll in einem warmen Glas Wasser. Das regt den Stoffwechsel an und unterstützt das Immunsystem.

So geht’s:

1 Tasse Bio-Himbeeren (notfalls auch tiefgekühlt), ¾ l Bio-Apfelessig, 5 Pfefferkörner in ein großes Schraubglas geben und an einem warmen Ort stellen. Täglich mindestens einmal durchschütteln. Nach drei Wochen abfiltern und in Flaschen füllen.

→ Tipp: Dieser leckere Essig ist in einer hübschen Flasche abgefüllt auch ein tolles Mitbringsel!

Ich hoffe, ich habe dein Interesse für diese roten Früchtchen wecken können und du greifst in den nächsten Wochen kräftig bei ihnen zu. Deine Gesundheit wird es dir danken!

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