Ein Stellium kommt: Jupiter im Steinbock

Astrologische Betrachtung von Star-Astrologin Barbara Weninger

Wenn „Glücksplanet“ Jupiter am 2.12. 2019 vom Schütze- ins Steinbockzeichen wechselt, ist das nur die Spitze des Bergs, auf dem der Steinbock symbolisch steht.

Denn zusammen mit Saturn und Pluto, die schon seit längerem im Steinbock stehen, kommt es im Jänner zu einer Planetenballung in diesem Zeichen, einem sogenannten Stellium. Damit wird 2020 ein sehr besonderes Jahr – für alle Sternzeichen. Nur alle 30 bis 35 Jahre kommt es überhaupt zu einer ähnlichen Konstellation, konzentriert sich die Energie so extrem auf einen Bereich.

Der Steinbock gehört zum Planeten Saturn, der von uns verlangt, Rechenschaft abzulegen und Konsequenzen zu ziehen. Er ist auf der konstruktiven Seite unser symbolisches Rückgrat und Gewissen, übersteigert wirkt er wie eine „innere fehlgeleitete Polizei“, mit der wir uns ständig selbst zensieren, festhalten und runterdrücken. Er hält im Guten wie im Nicht-so-Guten an Normen und Gesetzen fest. Saturn im Steinbock verstärkt das Pflichtbewusstsein, das Un-Lustige, Jupiter wiederum hebt es auf, Ein- und Beschränkungen sollten sich damit die Waage halten. Doch ist da eben auch noch Pluto im Steinbock, der für verantwortungsvollen Umgang mit Macht wie auch Machtmissbrauch steht. Wirklich keine astrologische Kinderjause!

Wer von den Dreien wird sich durchsetzen? Und wie könnte man sie überhaupt auf einen Nenner bringen? Welche Traditionen und Werte müssen festgehalten werden, was aber sollte unbedingt losgelassen werden? Wo braucht es Neues? Wie sieht es mit der Machtverteilung aus? Wer manipuliert uns?

Aus der Geschichte wissen wir jedenfalls, dass so ein Zyklus eine neue Zeitspanne anzeigt, die sich von dem Davor komplett unterscheidet. Schon in der mittelalterlichen Astrologie bedeutete das Zusammenstehen von Jupiter und Saturn den Tod des alten Königs und die Geburt eines neuen. Das könnte man heute mit dem Untergang alter Wertesysteme und Strukturen in Politik und Wirtschaft gleichsetzen. Und wahrscheinlich hat das alles ebenso viel mit Banken und der Finanzwelt zu tun, denn die Erdzeichen, und Steinbock ist das stärkste Erdzeichen, regieren Ressourcen und Werte. Es wäre jedenfalls kein Wunder, bei diesem Erdzeichen-Overkill!

Und natürlich gehört Mutter Natur ebenfalls zu den Erdzeichen, Themen wie der Klimawandel, seine Ursachen und Konsequenzen, sind ohnehin in der Mitte der Gesellschaft angekommen, und werden uns auch noch weiter intensiv beschäftigen.

Ob im Makro- oder im Mikrokosmos, Saturn/Pluto/Jupiter geht also uns alle an. Im persönlichen Bereich hängen die Auswirkungen davon ab, wo, das heißt in welchem astrologischen Haus, der Steinbock im eigenen Horoskop steht. Und letztendlich, wie wir mit dieser Energie umgehen: Wann braucht es das Steinbock-Rückgrat? Und wann wird diese Energie einfach nur zu starr, zum selbst auferlegten Korsett? Dafür muss jeder in den nächsten 12 Monaten seine eigenen Antworten finden.

Die Liste der Neu- und Vollmonde:
12.12.2019 Vollmond in den Zwillingen
26.12.2019 Neumond im Steinbock
10.1. 2020  Vollmond in Krebs ( + Mondfinsternis, anschließend Steinbock-Stellium)
24.1.2020   Neumond in Wassermann (25.1. chines. Neujahr: Jahr der Metall-Ratte beginnt)
9.2.2020     Vollmond in Löwe
23.2.2020   Neumond in den Fischen
Rückläufigkeiten:
Merkur: Ab 17.2. (bis 10.3.)
Uranus: noch bis 11.1.

Expertin: Barbara Weninger

Barbara Weninger

Astrologin
www.barbaraweninger.at

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