Blackout: Sorgst du schon vor?

IMMER HÄUFIGER WIRD VOR EINEM GROSSFLÄCHIGEN STROMAUSFALL GEWARNT ...

Strom ist essenziell für den reibungslosen Ablauf unseres Lebens. Gingen alle Lichter aus, würden Infrastruktur, Wirtschaft und der gesamte Alltag der Bevölkerung stillstehen. So unvorstellbar dieses Szenario ist, so knapp schrammten Europa und damit auch Österreich Anfang Jänner in Folge einer Netzüberlastung in Südosteuropa daran vorbei.

 

Wie reagiert nun die heimische Bevölkerung auf dieses Beinahe-Blackout? Wärst du auf ein Ereignis dieser Art vorbereitet? Fragen, denen das Online Research Institut Marketagent in einer aktuellen Umfrage ³ nachging. Das Ergebnis: Die Nachrichten über den Vorfall zu Jahresbeginn haben den Großteil der Österreicher/-innen erreicht. Auch über die Konsequenzen eines Blackouts sowie deren Ausmaß herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung Bewusstsein. Dass die Vorbereitungen auf den Ernstfall ausreichen, wird jedoch durchaus angezweifelt: Gerade in den eigenen vier Wänden fehlt es in vielen Haushalten an Vorräten zur Deckung von Grundbedürfnissen, sollte das Leben tatsächlich mal stillstehen.

Dass auf Knopfdruck die Lichter angehen, ein Waschgang startet oder der PC hochfährt, ist für die heimische Bevölkerung selbstverständlich. Das Beinahe-Blackout in Europa am 8. Jänner regte jedoch so manches Gedankenspiel über die Folgen eines kompletten Zusammenbruchs des Stromnetzes an. Mehr als sieben von zehn Österreicher/-innen haben sich bereits Gedanken darüber gemacht, welche Konsequenzen ein Blackout hierzulande haben würde (72 %). Dass ganz Europa und somit auch Österreich einen völligen Stromausfall in einem anderen europäischen Land zu spüren bekommen könnte, ist dabei gut drei Viertel der Befragten bewusst (77 %). Trotzdem wäre die grundlegende Versorgung im Ernstfall in vielen Haushalten nicht gewährleistet. In Puncto Vorbereitung besteht also noch Nachholbedarf!

 

Blackout – keine Fiktion

Sowohl der Zivilschutzverband ¹ als auch Herbert Saurugg, Präsident der österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge, rufen die Bevölkerung auf, für den Ernstfall vorzusorgen, denn ein solches Szenario wird innerhalb der kommenden fünf Jahre durchaus erwartet ². „Jede/r Einzelne ist aufgerufen, sich auf ein solches Szenario einzustellen und vorzubereiten. Dies beginnt bei der persönlichen und familiären Vorbereitung, um zumindest zwei Wochen ohne externe
Versorgung (Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente) gut über die Runden zu kommen. Eine vorbereitete Gesellschaft kann auch mit einem solchen Ereignis umgehen. Wir alle haben hier eine enorme Verantwortung und entscheiden mit unserem Verhalten über den tatsächlichen Krisenverlauf mit!“, so Saurugg.

Auf www.saurugg.net erklärt der Experte die Zusammenhänge, wie es überhaupt zu einem weitreichenden Blackout kommen kann und worauf wir uns als Bevölkerung in Folge einstellen müssen. Denn neben dem Ausfall der Stromversorgung in den eigenen vier Wänden (Licht, TV/Internet, Telefon, Kühlschrank/Tiefkühltruhe etc) sind davon auch Supermärkte, Bankomaten, Tankstellen, Apotheken und vieles mehr betroffen.

Gut vorbereitet, kann ein Blackout auch gelassene Auszeit sein

 

Wie lange bleibt es finster?

Die Dauer eines solchen Krisenfalls ist auch für Experten schwer einzuschätzen. Zwar sollte es möglich sein, innerhalb von zwei Wochen die Stromversorgung wieder in Gang zu bringen, doch bis (Nah)Versorgung und öffentliches Leben danach wieder in normalen Bahnen ablaufen und Nachschublieferungen eintreffen, wird darüber hinaus jedoch noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Back to the roots: Jede Krise birgt ihre Chance

Je informierter wir sind, umso besser können wir uns als Gemeinschaft auf eine solche Stromkrise vorbereiten und sie mit größtmöglicher Gelassenheit meistern. Nachbarschaftshilfe wird dann wieder großgeschrieben und Kommunikation beschränkt sich auf den unmittelbaren Umkreis. Wir belasten uns dann nicht mehr mit übermäßigem Medienkonsum und weltweiten Hiobsbotschaften, denken mehr an Gemeinschaft als an Spaltung und konzentrieren uns auf die wesentlichen Dinge des Lebens. Für vorbereitete Menschen klingt das schon fast erholsam …

Bist du schon auf einen Ernstfall vorbereitet?

→ Wir sind bekannt für good news und haben länger darüber nachgedacht, ob wir dieses Thema hier überhaupt aufgreifen sollen. Dafür entschieden haben wir uns, weil es für uns letztlich auch good news sind, wenn viele Menschen dadurch zur Vorsorge angeregt werden und eine allfällige Krise gut und gelassen überstehen können. Es soll dies kein Aufruf zur Hysterie sein, sondern ganz im Gegenteil ein Aufruf für Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Eigenverantwortung.

 ¹ Zivilschutzverband Österreich
² Bundesheer ruft zur Vorsorge auf
³ Marketagent.com

 

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