5 Jahre Hermann Fleischlos

Ein Jubiläum zwischen Pilzen und Würstel

Hermann und Thomas Neuburger haben im September 2016 die vegetarische Produktlinie HERMANN auf den Markt gebracht. Fünf Jahre später sind die Produkte noch immer eine Innovation in der europäischen Lebensmittellandschaft, denn: Kein anderes Unternehmen setzt auf den Kräuterseitling.

 

Eine äußerst aufregende Zeit und eine spannende Geschichte liegen hinter Hermann Neuburger und seinem Sohn Thomas: Nach 5.000 Versuchen brachten sie im September 2016 Produkte auf den Markt, die sich auf das Wesentliche konzentrieren: Aus Kräuterseitlingen, Reis, Hühnerei-Eiweiß, Rapsöl, Gewürzen und sonst nichts entstehen mittels einfacher Zubereitungsschritte mittlerweile sechs vegetarische Produkte. Auf Erfolgen ruhen sich die Herren Neuburger aber nicht aus. Statt Bisheriges zu feiern, plant das mittlerweile 45-köpfige HERMANN-Team eifrig neue Produktinnovationen sowie Schritte, um das seit Beginn an CO2 neutral geführte Unternehmen, noch nachhaltiger zu gestalten. Aufregend geht es somit weiter.

2022: Neue Produkte, neue Märkte

Aktuell greifen Kunden bei Billa, Billa Plus, Spar und Denns oder gurkerl.at zu Taler, Schnitzel, Faschiertem, Käsebratwurst, Rostbratwürstchen und Bratstreifen. Im Jahr 2022 wird das Angebot an Produkten noch erweitert: Burger Patties stehen für das Frühjahr in den Startlöchern, für Herbst denkt das Vater-Sohn-Duo in eine gänzlich neue Richtung. Fisch-Filets sollen es werden – natürlich auf gewohnter Königsausternpilz-Basis. „Wir sehen HERMANN als ein Lebensmittel der Zukunft, aber nicht nur wir, sondern auch die junge Generation. Unsere Produkte sollen nicht als Fleischersatz wahrgenommen werden, vielmehr sind sie eine neue Kategorie von Lebensmitteln“, so Thomas Neuburger, der vor fünf Jahren die Geschäftsführung neben seinem Vater übernommen hat. Nicht nur neue Produkte werden auf den Markt gebracht, auch das Liefergebiet selbst will erweitert werden. Vor allem bei Listungen in Deutschland, die sich aktuell auf den Raum Berlin, Baden-Württemberg und Bayern konzentrieren, sieht man viel Luft nach oben. Ebenso steht Holland als Testmarkt für eine Eroberung an.

Pilzernte einmal anders

Außerdem: Neue Verwendung der Substratpackungen

Seit der Einführung von HERMANN wurden mehr als 600 Tonnen Kräuterseitlinge in Ulrichsberg geerntet. Was nach der Ernte übrigbleibt? Substratpackungen, die mit Myzel durchwachsen sind. Diese werden bislang für die Energiegewinnung mittels Biogasanlage und für die Kompostierung genutzt. Im Substrat stecken wertvolle Rohstoffe – wie sich diese einsetzen lassen, daran forscht man in Zusammenarbeit mit der Johann-Kepler-Universität in Linz. Erste Ergebnisse, etwa, dass sich das Substrat für die Gewinnung von Citosan eignet, klingen bereits vielversprechend. Mittelfristig haben sich Hermann und Thomas Neuburger mit einem Welser Unternehmen zusammengetan, um das Substrat als Basis für Insektenfutter heranzuziehen.

Was in den letzten fünf Jahren geschah

Mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro wurde das nachhaltige Unternehmensstandbein auf- und ausgebaut. Meilensteine wie das europaweite Patent, die Umstellung auf die eigene Substratherstellung für die Pilzzucht, die Finalisierung der 38 Pilzzuchthallen, um den gesamten DACH-Raum zu versorgen, oder die fünfmillionste Packung HERMANN, die über die Kasse ging, wurden erreicht. Außerdem stellte man die Verpackung auf eine nachhaltigere Variante um, nahm eine Photovoltaikanlage in Betrieb und schaffte erste elektrobetriebene Fahrzeuge für den Fuhrpark an. „Auch wenn wir groß ausgebaut haben, ist eines aber gleichgeblieben: Die Verwendung von rein biologischen Zutaten, die wir so regional wie nur möglich beziehen, unser USP – der Pilz – sowie die Zubereitung der Produkte mit einfachen Schritten, wie man sie aus jeder Haushaltsküche kennt“, ergänzt Hermann Neuburger abschließend.

Thomas Neuburger ist in den letzten Jahren zum Pilzzuchtprofi geworden
Über HERMANN:
Fleischlos, und das mit vollem Genuss – das ist die Idee von HERMANN, der vegetarischen Linie von Hermann und Thomas Neuburger. Viele Jahre lang hatte Hermann Neuburger die Vision einer fleischlosen Alternative: Der Umgang mit Tieren und die Entwicklungen in der Fleischwarenproduktion haben ihn bestärkt, ein nachhaltiges Unternehmensstandbein aufzubauen. Seit 2016 setzt Hermann Neuburger gemeinsam mit seinem Sohn Thomas im oberösterreichischen Ulrichsberg auf den Kräuterseitling – die Basis der Produktinnovation. Hinzu kommen regionale Zutaten aus biologischer Landwirtschaft, aber keine Zusatzstoffe. Die hauseigene Bio-Pilzzucht sorgt für eine weitere Verkürzung der Transportwege des Hauptrohstoffes. Im Vordergrund steht nicht der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, sondern der individuelle Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit, einem gesünderen Lebensstil und mehr Geschmack – auch an fleischfreien Tagen. Nähere Informationen inkl. Shop-Finder: www.hermann.bio

 

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